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IG DORFKERN MEILEN
MEILEN BAUT FÜR MEILEN
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Initiative für Architekturwettbewerb Dorfkern Ost eingereicht
Abstimmung an der Gemeindeversammlung vom 9. März 2009

Die Initiative ist mit 224 gegen 153 Stimmen angenommen. Ein Antrag auf Urnenabstimmung wurde deutlich abgelehnt.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Aus den Diskussionen der letzten Jahre geht hervor, dass die Bedürfnisse nach besseren Parkierungsmöglichkeiten, einer effizienteren Verkehrsführung und einer schöneren Gestaltung des Dorfkerns unbestritten sind. Vor der Abstimmung zum Baurechtsvertrag haben wir versprochen, dass wir uns auch in Zukunft  für diese Ziele engagieren werden und dieses Versprechen lösen wir mit der Initiative Dorfkern Ost ein.
Die Initiative verlangt im Wesentlichen einen Architekturwettbewerb für Um- und Erweiterungsbauten der Gemeindeverwaltung, für ein Parkhaus mit max. 250 Plätzen und für vielseitig nutzbare Dorfplatzflächen. Eine kleinere Zahl oberirdischer Kurzzeitparkplätze ist mit einzuplanen.
Dies soll ermöglichen, dass den Stimmberechtigten innert zwölf Monaten ein Projektierungskredit für ein Bauvorhaben vorgelegt werden kann.
Für den Wettbewerb soll ein Kredit von Fr. 400'000.- bewilligt werden.
Als Planungsgrundlage legt der Gemeinderat Funktionen und Raumbedürfnisse der Gemeindeverwaltung fest, wobei für einzelne Abteilungen auch Standorte ausserhalb des Perimeters beizubehalten oder vorzusehen sind.
Die Fussgängerverbindung zwischen den Geschäften an der Bahnhofstrasse und bei der UBS ist in die Planung mit einzubeziehen, und eine Mantelnutzung für Gastronomie und Einkauf ist anzustreben.
Den vollständigen Initiativtext mit der Begründung finden Sie unter "Initiative und Hintergrundinfo".

Wir teilen die Auffassung des Gemeinderates, dass die Dorfkernentwicklung unter  Berücksichtigung der veränderten Rahmenbedingungen einer differenzierten Betrachtung unterzogen werden soll. Deshalb durften auch nicht einfach einzelne Teile aus dem gescheiterten Projekt "nucleus" realisiert werden. Das Mittel des Architekturwettbewerbs ist unerlässlich. Pierre Frey von der ETH Lausanne hat in einer Untersuchung klar festgestellt, dass Wettbewerbe – welcher Art auch immer – die Qualität der Bauten deutlich heben.
 
Rückweisungsanträge geprüft
Die Forderungen aus den Rückweisungsanträgen der letzten Gemeindeversammlung haben wir geprüft und sind zum Schluss gekommen, dass der Kern der Gemeindeverwaltung im jetzigen Gemeindehaus verbleiben muss, wobei für einzelne Abteilungen durchaus auch Standorte ausserhalb des Perimeters beibehalten oder vorgesehen werden sollen, um die Dimensionen der Erweiterungsbauten auf ein ortsverträgliches Mass beschränken zu können.
Die Forderung der RPK nach einer Abklärung der Raumbedürfnisse durch den Gemeinderat ist in der Initiative enthalten.
Eine Ausweitung des Perimeters auf DOP und Primarschulhaus erachten wir als verfrüht. Sie soll in einer nächsten Etappe der Dorfkernentwicklung erfolgen. Für ein schrittweises Vorgehen spricht auch der Umstand, dass diese Gebäude gegenwärtig sinnvoll genutzt sind und während der Bauzeit im Dorfkern Ost weiterhin so zur Verfügung bleiben sollen. Zudem zeigt die Geschichte, dass Projekte für den gesamten Dorfkernbereich nicht mehrheitsfähig sind.

Kritik des Gemeinderates
Der Bericht der Behörden gibt die Anzahl der angestrebten Parkplätze im Parkhaus fälschlicherweise mit der absoluten Zahl 250 wieder, obwohl die Initiative max. 250 verlangt. Darin sind auch die schon bestehenden 70 Plätze in den Parkhäusern von UBS und ZKB  inbegriffen. Zudem ist der Gemeinderat auch in seinen eigenen Berechnungen immer auf "rund 200" gekommen! 2007 hat Gemeinderat Hiller den Bedarf für die wegfallenden oberirdischen Parkplätze mit 140 beziffert (Tabelle unter "Initiative und Hintergrundinfos"), und darin sind weder die schon bestehenden unterirdischen, noch die gesetzlich vorgeschriebenen, noch ausstehenden Pflichtparkplätze für Löwen und Private enthalten.
Die Frist von 12 Monaten wird als zu kurz erachtet, obwohl sich diese auf einen Terminplan des Büros Suter/vonKänel/Wild stützt, welcher für den Gemeinderat ausgearbeitet wurde (siehe unter "Initiativtext und Hintergrundinfo"). Zudem haben wir den Zeitrahmen mit einem weiteren erfahrenen Planer eingehend besprochen. Sollte es wirklich zwingende Gründe für eine Änderung der Fristangabe geben, wären wir dazu bereit. Wir sind aber der Meinung, dass ein gewisser Zeitdruck nötig ist und der Sache dient, indem er zu einer raschen Realisierung eines Projektes führt.
 
Eine ausgewogene Vorlage
Unsere Initiative kommt den dringenden Bedürfnissen unserer Gemeinde nach und schafft gleichzeitig die Voraussetzungen für eine spätere Entwicklung am Hüniweg und bei den alten Dorfschulhäusern, wobei auf den bereits erarbeiteten Grundlagen wie Zonenordnung und Verkehrskonzept aufgebaut werden kann. Auch die Idee der Initiative Burgherr bekommt die Möglichkeit, in ein Architekturprojekt einzufliessen.
Dass der Gemeinderat jetzt lieber gar nichts machen will, ist für uns unverständlich. Noch im August 2008 rechnete er die Dorfkernentwicklung zu seinen dringendsten Legislaturzielen. Haben sich die Bedürfnisse und Ziele seit dem letzten Sommer wirklich so verändert, dass man nun ein weiteres Mal "auf die Problemstellung" zurück kommen muss und sie mit ungewissem Zeithorizont in einem "neu initiierten Mitwirkungsprozess bearbeiten" muss? Egal in welcher Art und Weise das Thema in der Zukunft angegangen wird, ohne weiteren Architekturwettbewerb wird es auch dann nicht gehen.
Für uns spricht nichts dagegen, dass in zwei Jahren gebaut werden kann!

Wenn Sie mit unserem Vorgehen einverstanden sind, dann möchten wir Sie bitten, dafür die Werbetrommel zu rühren und die Gemeindeversammlung am 9. März zu besuchen. Herzlichen Dank!

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